Nürtingen redet mit!

5.4. Wer kümmert sich?

Um den Prozess der Bürgerbeteiligung immer neu mit Leben zu füllen, müssen sich alle Beteiligten intensiv kümmern und die Bürgerbeteiligung pflegen. Damit die Bürgerbeteiligung nicht zu einem beliebigen Prozess wird, sind Personen zu benennen, die stellvertretend die Kontakte untereinander halten und die Bürgerbeteiligung kontinuierlich weiterentwickeln.

Die größte Gruppe, der die Bürgerbeteiligung am Herzen liegt, sind die Bürger Nürtingens selber. Jeder einzelne Bürger ist aufgefordert sich mit seinen Ideen intensiv um die Bürgerbeteiligung in Nürtingen zu kümmern und andere durch sein Handeln zum Mittun zu animieren. Die Bürgermentoren Nürtingens unterstützen diesen Prozess. Sie stellen sicher, dass die Interessen der Bürger Nürtingens im Hinblick auf die Bürgerbeteiligung gewahrt bleiben.

Die zweite Interessengruppe ist der Gemeinderat. In einem Beirat für Bürgerbeteiligung  des Gemeinderates werden die Anliegen kontinuierlich beraten und die Verfahren und die Kultur weiterentwickelt. Ihm gehören Vertreterinnen und Vertreter aller 3 Gruppen, Bürger,  Verwaltung und Gemeinderat an.
Die zentrale Person, die mit ihrem Einsatz für die Bürgerbeteiligung in Nürtingen Glaubwürdigkeit verleiht, ist der direkt von der Bürgerschaft gewählte Oberbürgermeister. In der  Funktion als erster Bürger der Stadt liegt die Kompetenz, die Grundlage für eine zukunftsorientierte Bürgerbeteiligung zu legen.

Die dritte Gruppe ist die Verwaltung. Um das Gewicht der Bürgerbeteiligung in der Nürtinger Verwaltung zu betonen, ist der Bürgermeister der erste Verantwortliche. Der Bürgermeister benennt eine Person als Beauftragten der Verwaltung für Bürgerbeteiligung. Dieser stellt als Schnittstelle zwischen Bürgern und Verwaltung die Qualität der Bürgerbeteiligungsverfahren sicher und arbeitet  inhaltlich und tatkräftig mit dem Beirat für Bürgerbeteiligung zusammen. Die besonderen Aufgaben sind Organisation, Kontakt- und Anlaufstelle für Bürger und Verfahrensbeteiligte, Öffentlichkeitsarbeit, Datenaustausch, strukturierte Sammlung von Erfahrungen aus den Beteiligungsprozessen und Ableitung von Verbesserungen.